Neues Logo, neuer Claim, neue Ausrichtung – seit Anfang 2020 hat sich die Hotelkette ACHAT Hotels mitten in der Krise einen Namen in der Branche erarbeitet. Dies geht auch auf das Konto von Marketingleiterin Tabea Schalkowsky und ihrem Kreativ-Team. Die Marke gilt als „Erfinder“ des HotelOffice, legte die Sommer-Flatrate „All-you-can-travel“ auf und sorgte zuletzt mit einem ACHAT-Zimmer im Fußballstation für mediale Aufmerksamkeit.

Frau Schalkowsky, Sie kommen aus der Touristik und sehen die Hotellerie mit anderen Augen. Was kann sie von der Reisebranche lernen?
Ein Reiseveranstalter verkauft oftmals dasselbe Hotel mit demselben Flug wie die Konkurrenz – als Hotel sind wir jedoch einzigartig und möchten das unserem Gast nicht nur zeigen, sondern vor allem auch spürbar machen. Dazu versetzen wir uns immer in den Gast hinein: Was spricht ihn zum jetzigen Zeitpunkt an? Welches Problem hat er und wie lösen wir es? Nach dem Prinzip des „Golden Circles“ von Simon Sinek: Kunden kaufen nicht das „What“ (das Produkt), sondern das „Why“, also eher das Gefühl, die Emotion. Daher ist eine klare Markenpositionierung wichtig, um immer das Gefühl oder die Problemlösung dahinter zu vermarkten. Diese Idee haben wir bei jeder kreativen Aktionsentwicklung im Hinterkopf.

Wie entwickeln Sie Neues? Bedienen Sie sich klassischer Methoden wie Brainstormings, Kreativmeetings oder „Think out of the box“?
Diese Methoden können sicherlich einigen Firmen helfen und haben ihre Berechtigung. Bei ACHAT greifen wir aber momentan noch nicht darauf zurück, da wir eher mit zu vielen Ideen kämpfen, als mit zu wenigen. Wir sind ein sehr junges und motiviertes Team, da brauchen wir keine irgendwie aufgesetzten Meetings. Im Marketing gilt es, auch privat, stets die Augen offen zu halten – alles wirkt inspirierend. Es gibt bei Kreativität keine Trennung zwischen Privat- und Berufsleben. Und diese Möglichkeiten, neue und kreative Ideen zu überlegen und umzusetzen, werden auch ganz gezielt von der Geschäftsführung unterstützt und gepusht.

Tabea Schalkowsky, Head of Marketing ACHAT Hotels ©ACHAT Hotels

Man hört, bei ACHAT gäbe es „Inspirationspicknicks“…?
Oft sitzen wir einfach mit der Kaffeetasse auf dem Boden, haben viele Post-its um uns und schwelgen angeregt durch mitunter „wilde“ Ideen. Dann kommen Kollegen aus dem Sales, Revenue oder HR vorbei und schließen sich unserem Inspirationspicknick an. Sie bringen ganz andere Blickwinkel mit und geben ganz andere Impulse, von denen wir uns dann wiederum beflügeln lassen. Auch wenn man nach Feierabend Sport treibt oder durch Social Media scrollt, entstehen Ideen, die wir dann im Team direkt am nächsten Arbeitstag besprechen.

Aber ein Erfolgsrezept für kreative Ideen gibt es wohl nicht…
Nein, das gibt es tatsächlich nicht. Gute Ideen wollen nicht aktiv gesucht werden, sondern sich spontan finden lassen. Einfach sich selbst vertrauen und locker bleiben. In einer positiven und offenen Arbeitsatmosphäre, in der man sich wohlfühlt, kann man im Team sehr kreativ sein. Alleine zu brainstormen ist schon schwieriger.

Kann die Hotellerie mehr als nur Übernachtung und Frühstück?
Absolut! Und daher fragen wir uns immer wieder: Was rundet den gesamten Aufenthalt ab? Welche Dinge erwartet der Gast explizit nicht, wenn er eine Übernachtung bucht, und wie überraschen wir ihn eben damit positiv? Wie sprechen wir ihn auf emotionaler Ebene an? Wie hebt man sich also ab? Das funktioniert nur durch Emotionen und Markenbildung, oder eben kleinen unerwarteten Überraschungen, wie unseren ACHAT-Momenten.

Gibt es auch Ideen, die nicht umgesetzt wurden? Verraten Sie uns eine?
Anlässlich unseres 30. Geburtstages in 2021 hatten wir die Idee, eine populäre 90er-Jahre Boy-Group für unsere Hotels zu engagieren. Dazu sollten auch alle unsere Mitarbeiter Kleidung aus dieser Zeit als Uniform tragen. Diese Nummer ist jetzt jedoch vom Tisch, es kommt aber auf jeden Fall etwas echt Gutes – passend zu 30 Jahren ACHAT.

In jeder Krise steckt bekanntlich eine Chance – welche erkennen Sie für ACHAT Hotels und die Hotellerie gesamt?

Auf jeden Fall sollte man sein Geschäftsmodell hinterfragen. Welche Zielgruppen gibt es nun, die bislang vielleicht noch nicht gezielt angesprochen wurden? Welche Bedürfnisse haben die Gäste nach Corona? Das große „Problem“, vor allem für Familien, werden vermutlich ausgebuchte Hotels in den bekannten deutschen Feriengebieten sein. Daher stellen wir uns schon jetzt die Frage: Wie lösen wir das und schnüren echt gute Familien-Produkte. Viele unserer Hotels verfügen über Apartments und Hotelzimmer mit Kitchenettes, die prädestiniert auch für Familien und längere Aufenthalte sind. Diese sind derzeit sehr gefragt. Damit auch Häuser abseits der typischen Touristengebiete an diesem Boom teilhaben können werten wir diese beispielsweise mit attraktiven und emotional aufgeladenen Angeboten auf. Was begeistert diese Zielgruppen darüber hinaus? Was ist typisch ACHAT und welche ACHAT-Momente schaffen wir? Wie vermitteln wir den Gästen Sicherheit? Und dies auf eine charmante und überraschende Art und Weise.

Emotional, ehrlich, echt – ACHAT Hotels sind gelebte Gastfreundschaft. In den aktuell 35 Drei- bis Vier-Sterne-Superior-Hotels begegnen Gäste ideenreicher Servicequalität, die von Herzen kommt. Mit dem Slogan „Echt Gut“ bringen die individuell gestalteten ACHAT Hotels zum Ausdruck, was sie ausmacht: in allem ein Original zu sein. Echt gute Qualität im mittleren Preissegment bietet Kunden länderübergreifend ein überzeugend hohes Leistungsniveau. Wirtschaftlich befindet sich die 1991 gegründete Hotel-Gruppe mit Sitz in Mannheim und Hotels in Deutschland, Österreich und Ungarn auf Wachstumskurs. Seit 2016 gehört sie zum Mittelstandsinvestor HANNOVER Finanz. ACHAT Hotels fokussiert sich auf Pachtmöglichkeiten durch die Übernahme von Bestands-Hotel-Objekten für die Marke ACHAT Hotels sowie auf Hotel-Neubauten unter der Premium-Budget-Marke LOGINN Hotels by ACHAT.

Adresse: ACHAT Hotels, Konrad-Zuse-Ring 23, D-68163 Mannheim, Telefon: +49-(0)621-48 07-0, Fax: +49-(0)621-48 07-99, E-Mail: [email protected], Internet: www.achat-hotels.com

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