Tabea Schalkowsky,Head of Marketing ACHAT Hotels (© ACHAT Hotels)

Seit Februar 2020 ist Tabea Schalkowsky Head of Marketing bei den ACHAT Hotels. Ausgestattet mit Tourismus- und Start-up-Erfahrung, sieht sie in der Zukunft der Hotellerie mehr als das klassische Übernachtungs- und Frühstücks-Angebot. Bei ACHAT Hotels hat sie erste innovative Schritte bereits umgesetzt – mitten in der Corona-Krise, in der sie auch eine Chance für ihr Unternehmen sieht.

Tabea Schalkowsky,Head of Marketing ACHAT Hotels (© ACHAT Hotels)

Sie sind fast zeitgleich zu Beginn der Corona-Krise bei den ACHAT Hotels eingestiegen. Wie haben Sie das erlebt?
Auch wenn es vielleicht ungewöhnlich klingen mag, die Corona-Hotel-Pause barg für mich und uns alle von ACHAT Hotels auch eine Chance, die Anfang des Jahres neu gelaunchte Marke zu positionieren. Eigentlich hatten wir das für die ITB geplant, die dann ja kurzfristig abgesagt wurde. Das hat uns noch mehr gefordert, weil wir schnell und innovativ reagieren mussten. Wir konnten direkt unter Beweis stellen, wie intensiv unsere neuen ACHAT-Momente auf die Menschen eingehen und ihnen ein echt gutes Extra bieten. Aus diesem ACHAT- Spirit sind dann unsere Angebote entstanden, die in der Presse und in der Branche für einiges Aufsehen gesorgt haben: das „HotelOffice“ zum Arbeiten im Hotel, die „Echt gute Bude“ für das Interims-Zuhause von bis zu drei Monaten, die „Echt gute RausZeit“ für einen Corona-Auszeit-Tag zum Entspannen im Hotel und nun die ACHAT Sommer-Flatrate, mit der Kunden 2 Monate lang durch alle unsere Hotels reisen können – und das zum absoluten Schnäppchen-Preis. So möchten wir vielen Menschen die Möglichkeit bieten, unsere neu gebrandeten Hotels kennen und lieben zu lernen!

© ACHAT Hotels

Beachtlich, der größten Krise in der jüngeren Vergangenheit etwas Positives abgewinnen zu können…
Ja, denn wir konnten uns neu erfinden und dabei mit völlig neuen Angebotskonzepten am Markt punkten. Wichtig ist es für mich und für unser gesamtes Team, immer einen Schritt weiter zu gehen. Zum Beispiel mit unserem Hygienekonzept: Wir bieten unseren Mitarbeitern einen Mundschutz im Burberry-Style und dazu die passenden Socken. So verwandeln wir ein Muss in ein Must-have, einen aktiven und positiven Teil unseres Corporate Spirit. Wir machen das, was vorgeschrieben ist, aber wir wollen immer auch einen kleinen positiven Aspekt dazugeben. Das stärkt den Teamspirit unserer gesamten Hotel-Gruppe.

© ACHAT Hotels

Gilt das auch für den Marken-Relaunch der ACHAT Hotels?
Noch mehr sogar. Während der Umsetzung des gesamten Re-Branding-Prozesses haben wir die einzelnen Hotels nicht nur regelmäßig informiert, sondern immer deren Feedback und Ideen in den Prozess eingebunden. Es war und ist uns wichtig, die Mitarbeiter zu empowern. Wir verstehen den Marken-Relaunch nach innen und nach außen als einen lebendigen Prozess, der sich auch in Zukunft mit und durch unsere Mitarbeiter weiterentwickelt.

© ACHAT Hotels

Haben Sie dafür ein Beispiel für uns?
In Kürze starten wir eine Art „internes Facebook“ für unsere Mitarbeiter. So können sie jederzeit mit uns und untereinander kommunizieren, Fotos posten und Ideen einbringen. Wir können damit auch intern zu Challenges aufrufen oder einfach spannende und inspirierende Dinge vorschlagen, diskutieren und umsetzen. Kürzlich hat beispielsweise ein Hotelmitarbeiter auf die Spiegel in den Zimmern „Du siehst heute Echt Gut aus!“ geschrieben. Eine tolle Idee zur Begrüßung unserer Gäste und eine wunderbare Verbindung mit unserem Slogan „Echt Gut“. Bislang wäre das in diesem einen Hotel steckengeblieben – ab sofort können wir das ganz leicht und schnell an alle Hotels kommunizieren.

ACHAT Hotel Egelsbach Frankfurt, Superior Zimmer (© ACHAT HOTELS)

Wie glauben Sie, wird sich die Hotellerie in Zukunft weiterentwickeln?
Da ich aus dem Tourismus- und Start-up-Bereich komme, denke ich nicht in den klassischen Hotel-Strukturen. Gerade die Start-up-Erfahrung hat mir ein schnelles Reagieren auf Veränderungen mit auf den Weg gegeben. Klappt die eine Aktion nicht, versuchen wir die nächste und halten nicht zu lange am ersten Versuch fest. Das Ohr immer am Markt zu haben, Flexibilität und Inspiration sind für mich Faktoren, die in der Hotellerie zukünftig über Erfolg oder Nicht-Erfolg entscheiden werden. Meine bisherige Laufbahn ermöglicht es mir, vieles neu und anders zu sehen und das Hotel als solches über seine bisherigen Grenzen als „Übernachtung mit Frühstück“ hinaus zu denken. Das Hotel der Zukunft ist für mich ein Lebensraum, in dem sich Menschen begegnen – mit Co-Working-Spaces, Think-Tanks, Mehr-Generationen-Wohnen, Kinderbetreuung, Sportzentren, natürlich Gastronomie und vielem mehr. Das wird unglaublich spannend und Echt Gut werden.

ACHAT Hotel Offenbach (© ACHAT Hotels)