Wenn bei den Mitarbeitern der Süßwarenmarke Look-O-Look das Jahr 1969 zur Sprache kommt, so wird gerne darüber gescherzt, ob das wichtigste Ereignis dieses Jahres wohl die Mondlandung oder die Gründung des eigenen Unternehmens gewesen ist… 2019 jedenfalls feiert Look-O-Look sein 50. Jubiläum und blickt auf eine erfolgreiche Geschichte voller naschbarer Innovationen zurück. Viele der Produkte sind inzwischen süße Klassiker, sorgen bei (längst) Erwachsenen für nostalgische Kindheitserinnerungen, erfreuen aber auch ein junges Publikum. Stets und unverändert.

Look-O-Look Headoffice (Foto: Look-O-Look)

Look-O-Look ist ein niederländisches Unternehmen, das 1989 Teil des ebenfalls niederländischen Süßwarenkonzerns Van Melle wurde. Durch die Fusion mit Perfetti in 2001 entstand die Perfetti Van Melle Group, die mit mehr als 18.000 Mitarbeitern und rund 2,5 Mrd. Euro Umsatz als weltweit drittgrößter Süßwarenhersteller (u.a. Mentos, Chupa Chups und Smint) gilt. Dennoch hat sich die beliebte Marke Look-O-Look – auffällig nicht zuletzt auch durch ihr populäres, gelb-rotes Logo mit den vier Augen – ihre Innovationskraft, ihre konzeptionelle Idee und in großen Teilen auch ihre Eigenständigkeit bis heute bewahren können. Neben dem holländischen Heimatmarkt waren bereits früh auch Deutschland, Belgien, Frankreich und Skandinavien wichtige Absatzmärkte.

Ehemaliges Logo von Look-O-Look (Foto: Look-O-Look)

1969 trat Look-O-Look mit einer besonderen und für die damalige Zeit „sensationellen“ Form der Präsentation in den Markt, die trotz einer Reihe von Neuentwicklungen bis zum heutigen Tag den Markenkern bildet: Außergewöhnliche Süßwarenartikel werden – inzwischen traditionell – in volltransparenten Hängebeuteln mit Kopfkarte präsentiert. Sie ermöglichen es dem Verbraucher, den Inhalt optimal in Augenschein zu nehmen. Dazu werden angesagte Trends aus dem Stückartikelbereich aufgegriffen und in ein für den Lebensmitteleinzelhandel taugliches Angebot im Beutel umgesetzt. Durch eine einheitliche Preisstellung und die gemeinsame Präsentation im Rahmen des „Shop-in-Shop“-Konzepts entsteht so eine besonders auffällige Platzierung. Das Ergebnis war – und ist bis heute – ein eigener kleiner „Süßwarenladen“ im Supermarkt. Das Sortiment reicht hier von verschiedenen Fruchtgummi- und Dextrose-Artikeln über Lutscher, Esspapier bis hin zu kombinierten Süß- und Spielwaren, die für Spaß beim Naschen sorgen. Kontinuierlich wird das Sortiment aktuellen Trends angepasst, sodass sich die Marke immer wieder neu erfindet und positioniert. Neben den Hängebeuteln ergänzen handliche Familienbeutel sowie verschiedene Saison- und Aktionsartikel das Konzept.

Candy Pizza (Foto: Look-O-Look)

Über Nacht in die Geschenkartikel-Regale katapultiert

Eine Zäsur in der Unternehmensgeschichte stellte das Jahr 2013 dar: Da nämlich begann mit der Einführung der Candy Pizza der Siegeszug der inzwischen mehr als erfolgreichen „Candy Take Away“-Familie: Die täuschend echt aussehenden Lebensmittel wie Pizza, Burger, Sushi, Hot Dog oder Taco bestehen komplett aus Fruchtgummi und Marshmallow, sind innovativ verpackt, und katapultierten die Marke Look-O-Look fast über Nacht direkt in die Geschenkartikel-Regale. Längst gibt es die meisten davon auch in einer Mini-Version. „Zugleich wechselten wir damals auch unseren deutschen Vertriebspartner“, so Dirk Köhm, International Account Manager Look-O-Look. „Eine goldrichtige Entscheidung, denn mit Conceptfood Schreinemacher verbindet uns seitdem eine enge Partnerschaft. Nicht nur konnten wir gemeinsam die neue Produktlinie am Markt etablieren, auch das bestehende Hängebeutelkonzept oder unsere Candy Flowers – farbenfrohe Fruchtgummi-Blumensträuße – erlebten auf sämtlichen Kanälen einen ungeahnten Aufschwung. Und das bis heute.“

Noon Food Retail, Discount, Kaufhaus und C+C ergänzen LEH-Standbein

„Auch im zurückliegenden Jahr waren wir sehr aktiv und konnten eine Reihe von avisierten Zielen erreichen“, so Köhm weiter. „Eines der wichtigsten war die Ausweitung der Distribution in den Bereichen Noon Food Retail sowie Discount, Kaufhaus und C+C, die unser klassisches Standbein LEH nun wirkungsvoll ergänzen. Aber auch die Erschließung neuer Märkte wie beispielsweise den USA konnte erheblich vorangetrieben werden und weiterhin ist uns der Start in der MENA-Region mit einer Veggi-Version der Candy Pizza gelungen.“ Dazu beigetragen haben unter anderem die Intensivierung von Kundenkontakten, die Präsenz – auch auf internationalen – Messen, verschiedene Sampling-Aktionen sowie Promotion-Touren. Weiterhin hatte Look-O-Look sich 2018 die Themen „vegan“ und „vegetarisch“ auf die Fahnen geschrieben, um so den aktuellen Ernährungstrends gerecht zu werden – viele der Produkte tragen inzwischen die entsprechenden Siegel. „Erstmals seit vielen Jahren haben wir zudem unser Hängebeutel-Design leicht optimiert – nach dem erfolgreichen Debüt in Deutschland folgen nun zunächst auch Österreich, die Schweiz und Frankreich“, ergänzt Köhm. Sichtbar ist das neue Design auch auf den 2018 gelaunchten Trendartikeln „Lama“, „Faultier“ und „Meerjungfrau“, die das Hängebeutel-Konzept durch drei Publikumslieblinge erweitern.

Candy Hotdog (Foto: Look-O-Look)

Nach Hot Dog und Taco kommen Noodles, Skull und Schulranzen

Ging die kulinarische Reise von Look-O-Look 2018 mit der Neueinführung des Candy Hot Dog noch in die USA und mit dem Candy Taco nach Mexiko, so steht für 2019 unter anderem wieder Asien im Fokus: nämlich mit den Candy Noodles, die sich natürlich in der klassischen Snack-Box präsentieren und erstmals zur ISM in Köln vorgestellt werden. Gleiches gilt für einen innovativen, kleinen Schulranzen, der – gefüllt mit Süßigkeiten – zum Schulanfang das Saisongeschäft stärken soll. Oder auch den Candy Skull, einen schaurig-bunten Totenkopf zum Vernaschen, der zu Halloween auf den Markt kommt. Dazu Köhm: „Es gehört zu unserem Konzept, immer wieder mit neuen Ideen zu überraschen. Da Regale jedoch nicht wirklich wachsen können, müssen wir unser Sortiment immer wieder anpassen und gegebenenfalls einzelne Artikel auch wieder aus dem Sortiment herausnehmen. Dies wird auch 2019 so passieren – unser Fokus liegt verstärkt auf ‚Schnelldrehern’.“

Im Jubiläumsjahr: Weniger Verpackung – mehr Innovation

In seinem Jubiläumsjahr startet Look-O-Look eine Offensive zur Reduzierung seiner Verpackungen, insbesondere der Kunststoffverpackungen. „In den letzten Monaten haben wir diesbezüglich eine ganze Reihe von Tests durchgeführt und auch ungewöhnliche Ideen nicht gescheut“, erklärt Köhm. „Nicht nur der Verbraucher verlangt in diesen Bereichen nach innovativen Lösungen – auch die Umwelt und der ‚gesunde’ Menschenverstand. Wir schließen unsere Augen nicht vor der Realität, wir wissen: In diese Bereiche müssen und werden wir künftig verstärkt investieren.“ Look-O-Look geht es zum einen um den Einsatz von recyclingfähigen Verpackungen, aber auch um die Bestrebung, die grundsätzliche Menge des Verpackungsmaterials maximal zu reduzieren. Weiterhin wird der Verbraucher künftig intensiver – direkt auf dem Produkt und auch online – auf die korrekte Trennung sowie Entsorgung der Verpackung aufmerksam gemacht. „Ehrlicherweise liegt hier – wie bei vielen anderen Unternehmen auch – noch ein steiniger Weg vor uns, den wir jedoch mit Innovationen und gemeinsam mit unseren Kunden beschreiten werden“, so Köhm. Look-O-Look möchte Verantwortung für die Umwelt übernehmen und sie auch für künftige Generationen erhalten: „Dazu muss der Moment den Genusses wieder ein besonderer, ein maßvoller werden.“ Auch das nicht minder aktuelle Thema der „gesundheitsbewussten Ernährung“ wird die Marke verstärkt angehen.

Darüber hinaus stehen für 2019 zahlreiche Aktivitäten im Online-Bereich sowie auf allen Social-Media-Kanälen an, auch werden aktuell neue, sehr individuelle Platzierungs-Tools für Tankstellen (Theken-Display) und Discounter (Sortimentskarton) entwickelt. Kunden und Verbraucher dürfen sich bis Jahresende auf ein Jubiläums-Gewinnspiel freuen, das auf ausgewählten Produkten präsentiert wird und bei dem es beispielsweise Spielkonsolen und Naschpakete zu gewinnen gibt.