Sascha Hampe ist der neue Mann an der Spitze der GCH Hotel Group: Der 46-Jährige war zuletzt als Area Vice President für Deutschlands zweitgrößte Hotelmanagement-Gesellschaft tätig und trägt jetzt den Titel des Chief Operating Officer. Hampe ist gelernter Koch sowie Betriebswirt für das Hotel- und Gaststättengewerbe und bereits seit 2011 bei GCH unter Vertrag: zunächst als Hoteldirektor, seit 2015 als Area Director of Operations Berlin und seit Anfang 2018 auch als Area Vice President. Jetzt trägt er die Verantwortung für mehr als 120 Hotels mit rund 15.500 Zimmern, jährlich über drei Millionen Gäste sowie rund 3.300 Mitarbeiter.  

 

 

Herr Hampe, die Welt der Hotellerie bietet viele Möglichkeiten und Karrierewege. Was waren Ihre Gründe, sich für diese Branche zu entscheiden?

Ich hatte schon früh den Wunsch, in die Hotellerie gehen zu wollen. Erste Erfahrungen machte ich bereits als Kind in der Pension meiner Großeltern – hier habe ich insbesondere gelernt, was es bedeutet, ein guter Gastgeber zu sein. Persönliche Gründe, diesen Berufsweg einzuschlagen, waren der tief in mir verwurzelte Wunsch, mit Menschen arbeiten zu wollen und natürlich die Möglichkeit, Karriere machen zu können. Die Hotellerie ist auch heute noch eine ideale Branche, in der es jeder von ganz unten nach ganz oben schaffen kann – ganz nach dem Motto „vom Tellerwäscher zum Hotel Manager“.

Bei Ihnen dann wohl eher „vom Koch zum COO“… Wie sah Ihr bisheriger Weg denn aus?

Mein Weg in der Hotellerie begann mit einer Kochausbildung. Mich hat es aber relativ schnell ins Management gezogen, wo ich meinen Ehrgeiz und meine Leidenschaft, für und mit Menschen zu arbeiten, voll auslebe. So bekleidete ich Führungspositionen bei verschiedenen Hotelgruppen wie Sheraton Hotels & Resorts, Dorint Hotels & Resorts, der NH Hotel Group oder der Accor Hotels. Bei der GCH Hotel Group habe ich 2011 zunächst als Hoteldirektor im Mercure Hotel Saarbrücken Süd angefangen und wurde bereits 2015 zum Area Director of Operations Berlin befördert, was für mich ein großer und spannender Sprung auf der Karriereleiter war. Anfang 2018 folgte der Titel des Area Vice President und nun bin ich COO des Unternehmens.

Was macht einen Top-Manager heutzutage erfolgreich?

Im Management ganz allgemein gab es in den letzten Jahren einen Wandel, eine Entwicklung, die sich noch immer weiter vollzieht. Dabei steht der Teamgedanke mehr und mehr im Vordergrund. Die neue Generation kann nicht mehr so hierarchisch wie früher geführt werden. Sie will selbst kreativ werden und als Team agieren. Wer sich im Top-Management nicht die Teamfähigkeit erhält, wird nicht erfolgreich sein und scheitern. Nur wenn ich mein Team erfolgreich mache, kommt auch mein Erfolg. „Erst ich, dann andere“ – das funktioniert heutzutage nicht mehr.

Und das setzen Sie bei GCH so auch um?

Ja. GCH gibt mir die Möglichkeit, diesen Führungsstil zu leben. Ein Grund, damals zu GCH zu wechseln, war unter anderem, dass es ein sehr innovatives, modernes Unternehmen war und ist, das stark expandiert und immer neue Werte aufnimmt. GCH hat die Schnelligkeit der Zeit erkannt und gibt Managern durch flache Hierarchien die Möglichkeit, schnell zu reagieren und sich an die verändernden Marktbedingungen anzupassen. Ich habe bei GCH immer die Freiheiten und das Vertrauen genossen, die ich von meinen Vorgesetzten bekommen habe. Natürlich muss man als Manager seine Grenzen kennen, aber auch mutig genug sein, um Neues voranzutreiben und etwas zu bewegen.

Was hat Sie motiviert, etwas zu bewegen und auch für die nächsten Schritte bereit zu sein?

Zum einen sind es zwei persönliche Komponenten: Ehrgeiz und Fleiß. Ich habe mir bereits früh Ziele gesetzt und diese bei jedem Schritt konsequent verfolgt. Wichtig für meine Karriereentwicklung war auch zu erkennen, was mein Chef von mir erwartet, inwiefern ich ihn unterstützen und durch meinen Erfolg weiterbringen kann. Andererseits habe ich meinen Erfolg auch der guten Zusammenarbeit mit Yaron Ashkenazi, unserem ehemaligen CEO zu verdanken, der mir von Anfang an großen Entscheidungsspielraum gegeben und Vertrauen entgegengebracht hat. Vertrauen ist der Anfang von allem. Wenn mein Chef mir nicht vertraut, wird auch keine Entwicklung stattfinden.

Heute sind Sie selbst Vorgesetzter und haben ein großes Team unter sich. Welche persönlichen Erfahrungen geben Sie an Ihre Hotel-Manager weiter?

Meine Maxime als General Manager war immer „home away from home” – Gäste sollen sich bei uns wie zu Hause fühlen. Daher ist es wichtig, immer nah am Kunden zu sein und die Kundenbedürfnisse zu kennen. Denn der Kunde ist der beste Indikator, ob ich mein Hotel erfolgreich führe und die Bedürfnisse der Gäste erfülle. Nur so kann man schnell reagieren und sich an die Trends der heutigen Zeit anpassen.

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