München, Mai 2018. Mit einem durchaus leicht gesellschaftskritischen Kinderbuch – in zunächst zwei verschiedenen Ausgaben – hat Thomas Schapfl sein Debüt als Autor gegeben: „Maxi auf der Jagd“ lautet der Titel des liebevoll illustrierten und 30 Seiten umfassenden Büchleins, das sich an Kinder im Alter zwischen vier und elf Jahren richtet. Die Hauptfigur, der neunjährige Maxi, lebt in einem Dorf nahe einer Großstadt und macht Bekanntschaft mit dem Jäger. Dabei lernt er vieles über die Jagd, was ihm bislang völlig fremd war. Gleich zwei Besonderheiten sind hervorzuheben: das Thema und die Sprache. So setzt sich Schapfl – passionierter Jäger und ehemaliger Produktmanager – in kindgerechten Worten zum einen mit dem wie er findet „gesellschaftlich leider zu Unrecht geächteten und speziell für Kinder oft nur einseitig – Stichwort „böser Jäger“ – dargestellten“ Thema Jagd auseinander. Zum anderen ist das Büchlein nicht nur in hochdeutscher Sprache, sondern auch in bayerischer Mundart erhältlich – weitere „Übersetzungen“ in anderen Dialekten sollen folgen. Für diese Idee erhielt der Autor Unterstützung vom „Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e.V.“.

Thomas Schapfl

Maxi wird weitere Abenteuer erleben – zu vielen Themen und in vielen Dialekten

Thomas Schapfl plant, Maxi weitere Abenteuer erleben zu lassen – der Zusatz „Band 1“ auf dem Cover verrät es bereits. „Es wird darum gehen, Themen, die im Alltag eher nur am Rande erscheinen, etwas tiefer und von verschiedenen Seiten zu beleuchten“, so Schapfl. „So beispielsweise das ‚Handwerk’, das längst nicht mehr den Ruf einer erstrebenswerten Profession genießt. Auch Themen wie eine althergebrachte, nachhaltige Naturnutzung – wie etwa durch Fischerei, Land- und Forstwirtschaft – werden in der medialen Welt und durch naturentfremdete Mitmenschen häufig nur sehr unzureichend dargestellt.“

Dialekte werden aussterben, wenn wir nicht jetzt entgegensteuern

Neben der Idee, mittels kleiner Büchlein, Kindern diese Themen schon früh und möglichst ausgewogen nahezubringen, setzt sich Schapfl auch für den Erhalt der zunehmend aussterbenden Dialekte ein: „Wenn wir hier nicht jetzt entgegensteuern, wird es sie in wenigen Generationen nicht mehr geben – eine traurige Entwicklung.“ Mit den Geschichten rund um Maxi, die ideal für Leseanfänger oder zum Vorlesen im Kindergarten und in der Grundschule geeignet sind, möchte der Autor dem entgegenwirken. „Mit meinen Mundart-Büchern möchte ich keinesfalls auf sprachwissenschaftlich korrekte Wiedergabe pochen, sondern orientiere mich an der aktuell gesprochenen Alltagssprache. Den Kindern soll vermittelt werden, dass es sich um lebendige Sprache handelt, die durchaus angewendet werden kann und manchmal vielleicht sogar hilft, Barrieren zu überwinden.“ Nach der aktuellen bayerischen Ausgabe „Maxi auf da Jagd“ sind Versionen beispielsweise auf Schwäbisch, Platt oder Sächsisch in Arbeit.

 Thomas Schapfl wurde 1967 in Pfaffenhofen a.d. Ilm geboren. Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann, der ein BWL-Studium in Passau und Essen/Ruhr folgte. Heute lebt er zusammen mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in München.

 Die beiden Bücher „Maxi auf der Jagd“ (ISBN 978-3-00-059251-5) und „Maxi auf da Jagd“ (ISBN 978-3-00-059252-2) sind im Büchsi Verlag Thomas Schapfl e.K., Schweitenkirchen (www.buechsi.de) erschienen und kosten jeweils 4 Euro.

Leseproben:

Maxi auf da Jagd: https://youtu.be/2A4Xs0W5xww

Maxi auf der Jagd https://youtu.be/4uBY7WWlx4s