Logo hommequadratSeit zehn Jahren ist Klaus Häck als Professional Coach tätig. Spezialisiert hat er sich auf die individuelle Entwicklung von Führungskräften und Unternehmern in Hotellerie und Gastronomie. Denn diese Branche kennt der 55-Jährige sehr gut. Fing seine berufliche Karriere doch einst mit einer Ausbildung zum Koch an.

Frage: Vom Koch zum Coach – diese Karriere ist ja keine klassische berufliche Entwicklung in der Hotellerie. Wie kam es, dass Sie nach über 25 Jahren Tätigkeit in der Hospitality-Branche in die Beratung gewechselt haben?

Klaus Häck: Als ich die ersten Tage meiner Kochausbildung erlebte, war ich vom Umgang der Führungskräfte mit den Mitarbeitenden echt frustriert. So, wie es heute noch manchem Auszubildenden geht. Fachkompetenz top, Menschenführung ein totaler Flop. Mein damaliger Schwur, so werde ich niemals mit meinen Mitarbeitenden umgehen, hat meine Karriere beflügelt, so dass ich bereits früh Führungsverantwortung übernahm und mit 33 Jahren General Manager bei Steigenberger wurde. Denn ich wollte beweisen, dass es anders geht. Und alle Seminare, die ich besucht habe, reichten mir in meiner persönlichen Entwicklung nicht. Ebenso stellte ich fest, dass gerade in der damaligen Zeit aber auch heute noch viele Führungskräfte sehr stark sachlich und fachlich orientiert waren. Auch diese Fokussierung sollte sich aus meiner Sicht unbedingt ändern. Aus dem Inneren eines Unternehmens heraus konnte ich da zu wenig bewegen. Der Prophet im eigenen Lande gilt nichts. Also bin ich in die Beratung gewechselt.

Frage: Haben Sie dann in den Führungspositionen das verwirklicht, was Sie während Ihrer Ausbildung im täglichen Miteinander vermisst hatten?

Klaus Häck

Foto: Claudia Kempf

Klaus Häck: Ja, meine Führungsphilosophie in der ersten Direktorenstelle lautete integrativ, kooperativ und mit allen Mitarbeitern per Du. Für ein damals noch eher konservatives Familienunternehmen mit entsprechender Klientel fast schon eine Provokation. Aber, dieser wertschätzende und respektvolle Umgang mit Menschen führte dazu, dass ich in schwierigen Objekten und Situationen eingesetzt wurde (z.B. Hotelschließungen, herausfordernde Betriebsräte, schwierige Standorte). Heute weiß ich, dass meine Karriere sehr stark durch meine soziale Kompetenz bestimmt wurde, nicht immer zu meinem Vorteil. In mir sammelte sich nach und nach Unzufriedenheit an. Es kam so weit, dass ich mich mit einer beruflichen Neuausrichtung beschäftigte, einem Neustart, der meine Stärken in den Vordergrund stellte und mir mehr Sinn in der beruflichen Herausforderung gab. Das war vor etwas mehr als zehn Jahren.

Frage: Und der Neustart lautete Coaching und Entwicklung von Führungskräften. Warum?

Klaus Häck: Meine Stärke ist es, das Beste aus den Menschen herauszuholen. Das Ergebnis eines Persönlichkeitstests sowie die AuKlaus Häcksbildungen zum Professional Coach, Fachreferent für Personalentwicklung und Wirtschaftsmediator haben mir das bewusst gemacht. Mir macht es Spaß, Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu beobachten, wie sie ihre Potenziale und Ressourcen entdecken. Ich habe den Anspruch Führungskräfte und Unternehmer besser zu machen. Besser heißt in diesem Fall die eigene Persönlichkeit entdecken, verändern und entwickeln mit dem Ergebnis: Mir geht es besser! Ich fühle mich besser! Ich lebe besser und meinem Unternehmen geht es besser!

Frage: Haben Sie ein Lebensmotto?

Klaus Häck: Denke nie, dass Du schon angekommen bist. Wir tragen so viele Potenziale und Ressourcen in uns, die wir entdecken und ausschöpfen können. Also sind wir im Grunde genommen auf einem ständigen Pfad der Entwicklung. Ich finde, alleine der Gedanke daran sorgt für Spannung und Spaß im Leben.