Kennen Sie das? Pass auf Kind, wo Du hinläufst! Schau nach vorne! Vorsichtig, da liegt was! Es gab Zeiten, da konnten Sie sich, die Sie heute als Führungskräfte und Unternehmer agieren, auf Ihre Eltern verlassen. Sie waren für Sie achtsam und verhinderten in den meisten Fällen ein Malheur. Nur wenn Sie nicht hinhören wollten, oder der Reiz, etwas auszuprobieren, höher war, dann geschah es, dass Sie die eigene, manchmal schmerzhafte Erfahrung sammeln mussten. Gut so, denn das hat Sie gelehrt, in bestimmten Lebenssitutationen achtsam zu sein.

Viele Führungskräfte und Unternehmer hegen und pflegen diese Achtsamkeit in ihrem Berufsleben häufig nicht und manövrieren sich somit vor lauter Achtlosigkeit selbst in schwierige Situationen hinein. Sie ignorieren den erhöhten Druck, sie ignorieren Warnsignale des Körpers und der Seele und nehmen nicht wahr, dass sie sich psychisch verändern und Gefahr laufen, in einer körperlichen und seelischen Sackgasse zu landen. Wer dort landet, hat das Gefühl, nichts geht mehr.

Gerade Führungskräfte und Unternehmer glauben häufig, nicht ersetzbar zu sein, als einzige das anstehende Problem lösen zu können oder als einzige das Wissen zu besitzen, um bestimmte Herausforderungen zu meistern. Dass sie sich dabei selbst überfordern, nehmen sie nicht wahr. Die Ergebnisse kennen Sie alle: Herzinfarkt, Schwächeanfall und Schlaganfall bis hin zum sogenannten Burn Out, dem körperlichen und seelischen Zusammenbruch. Das sollten Sie verhindern, denn es hilft weder Ihren Mitarbeitenden, noch Ihren Gästen und am wenigsten Ihnen und Ihrer Familie.

Bewusstsein für die eigene Persönlichkeit entwickeln

Achtsam sein bedeutet, ein Bewusstsein für die eigene Seele, die eigene Persönlichkeit und den eigenen Körper zu entwickeln. Wer darauf achtet, der ist gesund und stark genug, um die Herausforderungen des Lebens anzugehen und zu lösen. Und er weiß sehr genau, was ihm guttut und was nicht. Achtsam sein erschöpft sich nicht darin, regelmäßig Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren. Nein, denn auch Ihre Seele braucht Nahrung, die kann mit Kalorien und knackfrischem Salat leider nichts anfangen, außer, dass sie das körperliche Wohlbefinden schätzt.

Positive Effekte von Achtsamkeit und Sinnhaftigkeit

  • Stressreduktion
  • Positive Veränderung der Persönlichkeit mit entsprechender Ausstrahlung
  • Die Haltung gegenüber anderen Menschen verändert sich positiv
  • Stärkung der psychischen Gesundheit
  • Selbstwirksamkeit durch positives Feedback und spontane Dankbarkeit
  • Gefühl von Autonomie

Geben Sie Ihrer Seele Nahrung. Beobachten Sie, was Ihnen guttut, was Sie gerne machen und was Ihnen Freude bereitet. Auch als Unternehmer und Führungskraft haben Sie das Recht, Dinge zu tun, die Ihren Fähigkeiten und Ihrer Persönlichkeit entgegenkommen. Mit Sicherheit haben Sie in Ihrem Unternehmen Mitarbeitende, die das, was Sie nicht gerne tun, motiviert übernehmen. Also delegieren und weg damit! Belasten Sie sich nicht mit Dingen, die Ihnen wie Ballast erscheinen, wenn es einer Ihrer Mitarbeitenden besser macht als Sie und dabei auch noch Freude an der Sache entwickelt. Denn für diesen Menschen macht die Aufgabe Sinn. Er tut diese gerne und das wiederum schmeichelt seiner Seele.

Die Seele ist die Kreativität, die schöpferische Kraft des Menschen. Sie zu enttäuschen führt zur Demotivation bis hin zur Depression. Also beachten Sie sie sehr aufmerksam. Befeuern Sie Ihre Seele mit Eindrücken von außen. Entdecken Sie, was Ihrer Seele Freude bereitet. Was Ihnen Freude macht, hat einen Sinn für Sie. Reflektieren Sie, welcher Sinn dahintersteckt und was das für Sie als Mensch, Führungskraft und Unternehmer bedeutet. Dann wissen Sie, wo Sie Ihre Fähigkeiten am sinnvollsten einsetzen und mit Freude ans Werk gehen.

Wer mit sich und seiner Seele im Reinen ist, der wird ein Gefühl von Autonomie erfahren. Das Gefühl findet Ausdruck im Denken: „Mir kann keiner was!“ Welche Führungskraft und welcher Unternehmer wünscht sich das nicht? Wer achtsam mit sich selbst umgeht, der erzielt auch nach außen eine enorme Wirkung. Also: „Pass auf!“ ist eine mehr als gut gemeinte Erinnerung an Ihre Kindheit!

Zum Blog von hommequadrat: http://www.hommequadrat.de/achtsamkeit-passen-sie-auf-sich-auf-sonst-passiert-was/