Hotel Villa Toskana

Leimen, November 2016. 5.200 Euro waren beim Hausflohmarkt des Hotel Villa Toskana zusammengekommen – zugunsten eines Jugendhilfsprojekts: Eigens dazu war Volkert Ruhe, Geschäftsführer und Mitbegründer des Vereins „Gefangene helfen Jugendlichen“ aus Hamburg nach Leimen gekommen. Zudem nutzte er die Gelegenheit, sein erstes Buch „Hinterm Stacheldraht geht’s weiter“ vorzustellen. In diesem erzählt er über seine Karriere vom Berufsverbrecher hin zu einem gefeierten Sozialunternehmer. Hoteldirektor Tim Schreiber ist von der Idee und Arbeit des Vereins begeistert und rundete die Spendensumme auf 6.000 Euro auf: „Wir sind sehr stolz, dass die erste öffentliche Lesung aus diesem Buch hier in unserem Hotel stattgefunden hat, und zudem mehr als überzeugt, ein gesellschaftssozial extrem sinnvolles Engagement zu unterstützen. Dies möchten wir auch künftig tun.“

Gefangene helfen Jugendlichen – eine Initiative von Inhaftierten

1996 hatten drei Inhaftierte – darunter auch Volker Ruhe – der Hamburger JVA Fuhlsbüttel, die Idee zu einem Verein. Das Ziel: Die Insassen erhalten eine Aufgabe, indem sie im Bereich der Kriminal- und Gewaltprävention für Jugendliche arbeiten. Im Gespräch während Gefängnisbesuchen zwischen delinquenten Jugendlichen und ausgewählten, verantwortungsvollen Insassen, die ihre Taten bereuen, soll das Überdenken der Lebensplanung- und -auffassung der Jugendlichen angeregt werden. Auch sollen Irritationen in die Klischees und Stereotype der Jugendlichen von Kriminalität, Gefängnis und Gewalt gebracht werden. Der „Gefangene helfen Jugendlichen e.V.” hat seit 2005 die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe.

Weitere Informationen über den Verein und auch das Buch von Volker Ruhe unter www.gefangene-helfen-jugendlichen.de.

Foto: Volkert Ruhe (links), Geschäftsführer und Mitbegründer des Vereins „Gefangene helfen Jugendlichen“ mit Hoteldirektor Tim Schreiber