Die ersten 100 Tage als Führungskraft in der Hotellerie! 10 Aspekte, auf die Sie achten sollten:
Geschafft! Ihnen ist der Karriereschritt hin zur Führungskraft in der Hotellerie gelungen. Damit die Freude über die neue Position und die hinzugewonnene Führungsverantwortung nicht schnell verpufft, habe ich Ihnen zehn Punkte zusammengestellt, auf die Sie in den ersten 100 Tagen achten sollten. Dann klappt es auch mit Vorgesetzten und Mitarbeitenden.

1. Sie sind der Neue! Hopp oder Top!

Als neue Führungskraft stellen Sie im System zunächst einen Fremdkörper dar. Das bedeutet, entweder werden Sie akzeptiert und integriert oder Sie werden wieder vom System abgestoßen. Das ist im Wesentlichen von Ihnen abhängig.

2. Der Grundsatz für Neue!

Erst beobachten und leisten – dann fordern! Starten Sie zurückhaltend, denn zu schnell zu viel voranbringen und verändern führt im Regelfall zum Scheitern.

3. Steigen Sie gut ein!

Das beginnt beim Outfit, es sei denn eine Uniform ist vorgegeben, und bei der Vorstellung. Wenn Sie nicht eingeführt werden, stellen Sie sich bitte selbst bei den Kollegen, Ihren Mitarbeitenden und – wenn vorhanden – beim Betriebsrat vor. Erwarten Sie bitte nicht, dass Sie von allen Seiten herzlich willkommen geheißen werden.

4. Der Vorgesetzte und die Ziele!

Suchen Sie möglichst am ersten Tag das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten, um besprochene Fakten zu bestätigen. Fragen Sie nach den Zielen für die Probezeit, damit Sie am Ende Ihrer Probezeit objektiv an Ihrer Leistung und nicht willkürlich beurteilt  werden. Nur ein Drittel aller „Neuen“ erhalten qualitative und quantitative Ziele zum Start.

5. Aufbauen und stärken! Good guys – bad guy!

Führen Sie in den ersten Tagen mit jedem Ihrer Teammitglieder ein persönliches Gespräch. So erfahren Sie sehr kompakt sehr viel über Ihre Abteilung und die Wünsche und Sorgen der Mitarbeitenden. Finden Sie heraus, wer Ihnen möglicherweise in die Quere kommen kann und wer der informelle Leader im Team ist. Stärken Sie Ihr Team, das ist besonders wichtig.

6. Identifizieren Sie die Schlüsselthemen!

Versuchen Sie durch die Gespräche mit Ihren Mitarbeitenden und Ihren Kollegen die Schlüsselthemen in Ihrem Bereich herauszufinden. Wenn Sie eines dieser Themen in angemessenem Zeitraum beheben können, sind Sie für Ihre Mitarbeitenden der „King“! Kümmern Sie sich um Führungsthemen, die Operations gehört Ihren Mitarbeitenden.

7. Verstehen Sie das System!

Lernen Sie so schnell wie möglich den Ablauf, die Strukturen und den Informationsfluss im Unternehmen kennen. Erkennen Sie, wer Ihnen Informationen geben kann, damit Sie erfolgreich werden. Schauen Sie sich die „Hackordnung“, das interne Machtgefüge, genau an.

8. Kontaktieren Sie die richtigen Personen!

Beginnen Sie gleich damit, Ihr internes Netzwerk aufzubauen und lernen Sie schnell, wer für Sie und Ihre Entwicklung im Unternehmen der richtige Ansprechpartner ist. Zu einer guten Führungskraft gehört nicht nur eine tolle Performance sondern auch ein geschicktes, politisches Verhalten. Leistung alleine macht Sie nicht erfolgreich.

9. Tun Sie Gutes und reden Sie darüber!

Halten Sie von Beginn an Kontakt zu Ihren Vorgesetzten und informieren Sie diese über Ihre erfolgreichen Aktivitäten, damit Sie wahrgenommen werden. Berichten Sie nicht nur über sich, sondern auch über die guten Leistungen in Ihrem Team. Bauen Sie sukzessive Macht und Einfluss im Unternehmen auf. Machen Sie sich in Führungskräfte-Meetings bemerkbar.

10. Reflektieren und entscheiden!

Die Probezeit ist dazu da, dass auch Sie am Ende der Probezeit entscheiden, ob Sie im Unternehmen bleiben möchten oder nicht, nicht nur Ihr Vorgesetzter. Wenn Sie bleiben wollen, reflektieren und definieren Sie die Konsequenzen und den Handlungsbedarf mit Ihrem Vorgesetzten. Sie haben kein gutes Gefühl? Reflektieren Sie, nehmen Sie Kritik an, und dann verlassen Sie das Unternehmen und lernen Sie daraus für die Zukunft. Sie werden eine neue Chance bekommen.